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DRUPA Tagebuch - Montag, 17. Mai 2004 CTP Nachrichten Heute war mein letzter CTP Tag, wo ich versucht habe, alle Lieferanten, die noch auf der Liste fehlten, aufzusuchen. Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir drei Besuche: IBF, Jetplate und Highwater. Der englische Lieferant von Violett-CTP um 4up Format stellte seinen Highwater Python-Belichter mit einer Brücke zur Entwicklungsmaschine vor. Der Python wird auch als OEM bei Esko-Graphics als Platedriver Kompakt verkauft. Drei Technologiedemos haben mir besonders bei Higwater gefallen: Die grafische Oberfläche am Bedien-PC des Belichters, die dem Drucker, der spät eine neue Platte braucht, die Arbeit sehr erleichtert. Die Idee vom Highwater Rip einen Barcode auf jede Platte zu belichten, und im Fall des Falles mittels Barcode Lesers die kaputte Platte zu identifizieren, so dass das System die Daten zur Neubelichtung selbst ermittelt. Die dritte Technoligiedemo betrifft JDF, und wird in den aktuellen JDF Nachrichten beschrieben. Der brasilianische Plattenlieferant IBF fasst seit einem Jahr durch Händler in Europa Fuß. Er unterstützt alle gängigen CTP-Technologien mit der thermischen Platte Million 2, mit der neuen violetten Platte Million 3V und einer schnellen Negativplatte für CTCP (BasysPrint und zukünftig Esko-Graphics). Die Million 3V ist im Betatest und soll Ende des Jahres erhältlich sein. Einer der Hersteller von violetten Belichtern hat sie getestet und als schnellste violette Polymerplatte beschrieben. IBF ist derzeit (Lastra als zukünftiger AGFA Teil außer Acht gelassen), der weltweit viertgrößte Plattenlieferant. Dann war ich bei Jetplate, die als Pisces angefangen haben und eigentlich das allererste einigermaßen funktionierende Tintenstrahl CTP System auf den Markt gebracht haben, es ist in meiner CTP Studie beschrieben. Bei JetPlate habe ich mit dem „Chefdenker“ Bruce Harrison und dem neuen Besitzer Phil Burke gesprochen. Sie haben mir gesagt, dass es in der 6monatigen Zusammenarbeit zuerst darum ging, die Macken der vorhandenen Systeme auszuräumen, was jetzt gelungen sei. Neu auf dem Markt ist das 2up System JetPlate 4000, was incl. RIP, Proofer und Entwicklungsmaschine für 25.000 € angeboten wird. Das 4up System JetPlate 7600 soll ebenso als Gesamtpaket 33.000 Euro kosten. Die Druckqualität scheint sehr stark verbessert und ich halte die Geräte für einen guten Schritt vorwärts in Sachen Inkjet-CTP. JDF Nachrichten Schließlich war ich am Sonntag einer der ganz wenigen Besucher, die einen ersten Blick auf das JDF RIP von Highwater werfen durften; was aber erst im Spätsommer herauskommt. Abgesehen von dem Steuerungskomfort, der mit der JDF Schnittstelle erreicht wird, werden nun auch kleinere Unternehmen in den Genuss des so genannten Einzelseitenworkflows kommen. Das setzt eine entsprechende JDF Fähigkeit des Ausschießprogramms voraus, was Preps in der nächsten Version können wird; KIM JDF von Krause ebenso. Nach meiner ersten Sichtung haben aber nun alle maßgeblichen Imposition Programme JDF Fähigkeiten bekommen, als da wären Signa, Dynastrip, Speedflow Imposition; ob das auch Einzelseitenworkflow bedeutet, muss jeweils mit dem RIP-Lieferanten überprüft werden. JDF scheint der Vorstufe vor allem für die Integration von Ausschießprogrammen viel Gutes zu bringen, oben habe ich über die neuen Möglichkeiten beim JDF enabled HQ Rip berichtet. Von Krause gibt es seit Jahren das Programm KIM PDF; was ich für eines der besten Ausschießsysteme auf dem Markt halte. Leider hat sich Krause jahrelang nie um die Weiterentwicklung gekümmert, insbesondere den Einzelseitenworkflow haben KIM PDF Anwender schmerzlich vermisst, mit KIM JDF kommt er endlich, und das zuerst für Prinergy Anwender, später auch für EFI One Flow und ApogeeX. Sicher ist später eine Weiterentwicklung zur Unterstützung des JDF Stripping denkbar, ich kenne auch einen Anwender von KIM PDF, der sich das sehnlichst wünschen würde und ein JDF fähiges Planungssystem hat, das die entsprechenden Daten liefern könnte. Krause hat ausserdem für den kleinformatigen Offsetbereich ein KIM SF herausgebracht, was beschränkt auf das maximale Ausgabeformat im Preis auf rund 2.900,00 € gesenkt wurde. Für Sie als Besucher der DRUPA und Artikelleser von Fachzeitschriften zum Schluss noch ein Tipp: Weil viele Hersteller sich gerne mit JDF schmücken, wurde vielfach die seit Jahren vorhandenen Nutzung von CIP3 Daten (PPF-Daten) als CIP4/JDF umfirmiert. Im Zweifelsfall fragen sie den Lieferanten ob er JDF oder PPF Daten nutzt, im letzten Fall hat es mit JDF noch gar nichts zu tun. |
![]() ![]() Die grafische Oberfläche der Belichterkonsole vom Highwater Python ![]() Jetplate Entwickler Bruce Harrison (links) und Eigentümer Richard Burke (rechts) |
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