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DRUPA Tagebuch - Samstag + Sonntag, 15. - 16. Mai 2004 Neues Werkzeug zum Planen von Plattenlayouts JDF enabled Der australische Entwickler von Upfront, Rohan Holt hat auf der DRUPA sein neuestes Programm Metrix vorgestellt. Anders als Upfront kann Metrix automatisch eine Optimierung des Layouts insbesondere bei der Nutzenpositionierung berechnen. Bei der Nutzung bestimmer Falzmiuster (der gesamte Falzkatalog von JDF ist im Programm in einer Bibliothek enthalten), gibt es eine hervorragende grafische Darstellung und eine ausgezeichnete Übersicht der Seitenpositionierung. Für Rohan Holt ist das Programm eine gute Ergänzung zu Upfront. Eine Ergänzung, die sich gut in einen JDF Workflow einfügt, weil es JDF Jobinformationen einlesen kann, aber auch an Ausschiessprogramme und andere JDF enabled Systeme weitergeben kann. Metrix wird es bald auch in lokalisierten Versionen geben, insbesondere in Deutsch; auch zwei deutsche Vertriebspartner sind bereits in Verhandlungen. Die Standard-Version soll bei 5.600,00 US-$ liegen, die Professional Version incl. des JDF-In- und Exports bei 8.800,00 $, es wird Mehrfachlizenzen geben. Mehr Infos unter www.lithotechnics.com. Die Suche nach den JDF Lösungen der Hersteller hat nicht immer echten Erfolg, so habe ich bei IBM nur erfahren, dass die Steuersoftware für die Digitaldrucklösungen von IBM, der Print Manager für seine internen Job tickets JDF nutzen wird; wann das der Fall sein wird, konnte ich aber nicht erfahren. Auch in einem anderen Fall, frage ich mich , wo der Nutzen von JDF liegen soll. EFI; das eigentlich in der CIP4 Gruppe sehr rührig ist, stellte sein Planungssystem PrintFLow in der Version 4 vor. Das hat mich von seinen Planungsmöglichkeiten für den Druckbetrieb ziemlich angetan, aber eigentlich soll das System nur mit einem EFI-MIS genutzt werden, egal ob Hagen OA oder Printsmith (dort ist die JDF Verlinkung in Vorbereitung). Ich finde das sehr schade, denn eine der Ideen von JDF ist es doch, offene Welten zu schaffen und diese miteinander zu verbinden, statt weiter auf proprietäre Lösungen zu setzen. In den USA, wo die MIS-Lösungen von EFI mehr als 60% des Marktes beherrschen, mag das vielleicht nicht so auffallen, hierzulande um so mehr. Auf jeden Fall faszinierend, wie auch EFI Printflow das JMF messaging aus den Produktionsssystem nutzt, um innerhalb der Planung den aktuellen Stand zu verfolgen und zu berücksichtigen. Wenn das Updaten der Plantafel noch deutlich schneller als in der Dem gehen würde, wäre es auch praxisgerecht. PrintFlow ist auf jeden Fall in der Reihe der neuen JDF enabled Planungs- und Steuerungswerkzeuge zu sehen, wie AGFA´s Delano, DALiM´s Mistral und das Printnet von PPI. Eine intensive Diskussion über JDF an der Druckmaschine hatte ich auch noch mit den Leuten von MAN am Donnerstag abend (s. Bild). Beide haben sich sehr viel Zeit genommen, was bis weit nach 19:00 ging, dafür an dieser Stelle einen herzlichen Dank. Als Neuheit zur DRUPA hat MAN für PECOM Bogen eingeführt, dass mittels des Auftrags-JDFs auch ein Link zu gespeicherten Daten für die internen technischen Einstellungen der Maschine hergestellt wird. Bei der Rückführung von JMF Infos aus dem PECOM an die MIS-Systeme scheint es noch eine Menge Arbeit zu geben, technisch möglich ist vieles, aber da PECOM Leitstand und MIS sehr unterschiedlich „denken“, bedeutet das eben gemeinsames Umdenken ist erforderlich. CTP Nachrichten ECRM ECRM bietet mittlerweile wieder eine Palette kostengünstiger Belichtersysteme und nun auch einen automatischen 4up Belichter, der bei rund 82.000 Euro liegen soll; als Semi-Automat bei nur rund 60.000 Euro. Der neu eingeführte Mako 8 für das 70x100 Format soll als Semi-Automat bei ca. 82.000 Euro liegen, in dieser Formatklasse ein bisher kaum erreichter Wert. Ebenfalls neu ist der Zeitungsbelichter, der nun mit einer Vollautomatik einherkommt, und dann bei rund 80.000 Euro liegt. Das System soll 80 broadsheet Platten/Stunde bzw. 40 Panorama Platten verarbeiten können. Die violetten Dioden werden immer leistungsfähiger, ein Gespräch mit einem Laserexperten zeigte, dass die derzeitige Standardleistung von 60mW bald von 100 mW abgelöst wird. Auch 150mW seien in Aussicht,mit Kopplungen von zwei Dioden erreicht man noch mehr Leistung; das wird heute bereits praktiziert mit den 60mW Dioden und funktioniert. Für die heutigen Platten benötigt man gar nicht so viele Leistung, aber inzwischen verdichten sich die Nachrichten, dass derzeit aktiv auch an prozesslosen Platten für violett gearbeitet wird, Und dann wären die leistungsfähigeren Dioden, die eigentlich für das Lesen/Schreiben mehrlagiger DVD´s entwickelt worden sind, genau das richtige. Insgesamt drei Systeme gibt es auf dieser DRUPA, die mit Tintenstrahlköpfen Platten bebildern, Jetplate, Glunz&Jensen (neu), sowie Technova. Deren Konzept ist es, eine speziell beschichtete Polyesterplatte in einem handelsüblichen Epson-Drucker zu bebildern. Die Platte ist anschliessend für Auflagen von 2000 Stück gut, wenn man sie trocknet, was selbst mit einem handelsüblichen Föhn möglich ist, soll es auf bis zu 8000 Auflagen hinaufgehen. Das könnte etwas für die Kleinoffsetbetriebe werden, insbesondere für den „Schmorkohl“. CTP muss eben nicht immer ab 45.000 Euro aufwärts heissen, denn die benötigten EPSON Drucker gibt es für wenige tausend Euro. Das Material soll im Preis unter den AGFA Setprint Folien liegen; es soll Ende des Jahres auf den Markt kommen. |
![]() ![]() JDF Export aus Metrix ![]() Der ECRM Mako4 Semi- Automat ![]() Christian Gugler und Joachim Ruf von MAN |
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