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DRUPA Tagebuch - Samstag, 8. Mai 2004 CTP News Prozessloses CTP System von Glunz&Jensen auf Tintenstrahlbasis Die Dänen stellen auf Ihrem Stand den komplett selbstentwickelten PlateWriter 4200 vor, einen Plattenbelichter auf der Basis eines Roland 300-SP Tintenstrahlplotters mit den Köpfen des EPSON 10000. Im Gegensatz zu den Pisces Geräten wird hier eine nicht beschichtete, aber anodisierte und gekörnte Aluminiumplatte mit einem Tintensubstrat bespritzt. Das Substrat wird durch eine leichte Erwärmung (130-140 Grad) fixiert und gummiert. Die Auflösung soll derzeit für 133 lpi gut sei Die Bebilderung für ein 4up Format in Akzidenzqualität soll bei 12 min liegen, für die Zeitungsqualität lag sie in der Demo unter 3 min. Der Belichter soll incl. Xitron RIP und Fixiereinheit weniger als der Jetplate kosten; näheres finde Sie zu Jetplate in der CTP Studie. Die Kosten für die spezielle Tinte könnten um die 35 Cent pro Platte liegen; die Preise sind noch nicht fixiert. Die Platten selbst werden etwa so viel wie eine kommerzielle Platte kosten. Das System wird nach einer Reihe von Tests im Laufe des Jahres kommerziell erhältlich werden. FUJI FUJI bekräftigte die Aussage, dass es in der Violett-Technologie die grösste Perspektive für CTP sehe, weil damit die vielfältigen Kundenanforderungen am besten erfüllt werden könnten. Auch FUJI´s Violett-Systeme werden ab DRUPA mit der 60 mW Diode ausgestattet sein. Die prozesslose Platte soll Ende 2005 verfügbar sein; FUJI stellte ein neues hochqualitatives FM Raster namens „Taffeta“ vor. Lastra Die Übernahme von Lastra durch AGFA wird vorraussichtlich im Herbst abgeschlossen. Die „Cosmic“ genannte prozesslose Platte, die mit switchable Polymeren arbeitet, soll 2005 auf den Markt kommen. Die violette LV-2, die bei einigen Betrieben in den USA im Testeinsatz ist, ist zur Freigabe nach dem Sommer dieses Jahres geplant. JDF Nachrichten Eine der besten Möglichkeiten, sich in das Thema auf der DRUPA einzuarbeiten, ist der JDF Parc in Halle 4. Die JDF-Roadmap (PDF, 280 KB), die Sie hier herunterladen können, zeigt Ihnen, welche Firmen und Lösungen Sie dort besuchen können. Den Zeitplan (PDF, 42 KB) für die äusserst vielfältigen Vorträge finden Sie hier ebenfalls als PDF. Viele Firmen haben mir bestätigt, dass es nach den langen Jahren der Entwicklungszeit heute meist sehr einfach ist, ein JDF von einer anderen Firma in ihrem System zu lesen und zu verarbeiten. Tatsächlich nutzen die Demonstratoren im JDF Park die DRUPA auch dazu, „live und onstage“ Test mit bisher unbekannten Partner zu fahren. JDF ist also alles andere als eine Hexerei geworden. Wenn Sie ein kleineres Druckunternehmen sind, sollten Sie auch keine Angst vor dem Thema haben und glauben, dass wäre nur etwas für die Grossen. Ganz im Gegenteil, Sie werden sehr schnell zu einfachen und technisch viel besseren Lösungen als heute kommen, mit Produkten, die JDF einsetzen. Das wird z.B. bei Prooflösungen gezeigt, die ein Harlequin-RIP einsetzen, was Sie live in der PrintCity in Halle 6 verfolgen können. Die Vorstellung des „JDF-enabled“ Harlequin RIP heute auf der DRUPA war auch eines der grossen JDF Highlights und gerade für die mittleren und kleinen Druckunternehmen eine sehr wichtige Ankündigung. Der Workflow in der Vorstufe dieser Druckereien nutzt eine PDF Erzeugung, eine Ausschiesssoftware, ein RIP und ein Proofsystem. Weil JDF es nun ermöglicht, alle RIP-Funktionen wie ColorManagement, Überfüllen, Farbseparation, aber auch das Ausschiessen im RIP zu steuern, können Sie zukünftig sehr effektive und vor allem automatisierte „kleine“ Workflows bekommen. Die ersten Hersteller, die diese JDF-Technik von Harlequin einsetzen sind z.B. Esko-Graphics mit ihrem Flow-Drive System und Xitron in Zusammenarbeit mit der Dynastrip Software. In Zukunft wird es auch keine grosse Rolle mehr spielen, welches Ausschiessprogramm sie verwenden, eine vereinfachte und teils automatisierte Zusammenarbeit mit dem PDF produzierenden System, dem RIP oder dem Proofer werden möglich sein. Programme wie One Vision Speedflow Impose, KIM JDF, Signa 9 uvm. Verfügen über JDF Fähigkeiten. Bei Adobe können Sie im JDF Park das „Albion Projekt“ erstmals erleben, das erlaubt es schon bei der Erstellung der Seiten in InDesign Angaben für die Verarbeitung (welcher HKS Ton ist es ?) in ein JDF zu schreiben, dies in das PDF zu transportieren und in Ihrer Druckerei sicher zu verarbeiten. Ehrlich gesagt, obwohl ich seit 2 Jahren am JDF Thema arbeite, bin ich zur Zeit doch manchmal überrascht, wie konkret, transparent und verblüffend einleuchtend viele JDF Produktvorstellungen auf dieser DRUPA sind. |
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